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Dieser Text wurde uns von Pierre Bessard (Direktor Liberales Institut in Z?rich) freundlicherweise zur Verf?gung gestellt. Er erschien zuerst auf der Webseite seines Institutes und regt die Diskussionen um die Gr?nde der Finanzkrisen an.
Zentralbanken als Instabilit?tsquellen Beitrag von Pierre Bessard
Die Notenbanken l?sen durch planwirtschaftliche Eingriffe Verzerrungen auf den M?rkten aus, die fr?her oder sp?ter korrigiert werden m?ssen. Eine ges?ndere Geldordnung tut not. Die M?r einer destruktiven ?enthemmten Spekulation? wird von der Politik immer gerne aufgegriffen. Frei handelnde Wirtschaftsakteure sind aber nicht Ausl?ser, sondern Opfer der Schuldenkrise vieler L?nder. Neben der Verantwortungslosigkeit der Regierungen stehen staatliche Institutionen am Ursprung der Krise: Die Zentralbanken und ihr Papiergeldmonopol sind die eigentlichen Quellen der Instabilit?t auf den Finanzm?rkten.
Dies hat System. Wie der renommierte W?hrungs?konom und -historiker George Selgin feststellt, haben sich Finanzkrisen seit der Verstaatlichung der Geldproduktion nicht nur geh?uft, sondern auch versch?rft. Die Motivation f?r die Etablierung des gesetzlichen Zentralbankmonopols war einst auch nicht der Wunsch nach Stabilit?t, sondern der nach einer von der Disziplin der Finanzm?rkte befreiten Finanzierungsquelle f?r (wohlfahrts)staatliche Ausgaben. Ohne die expansive Geldpolitik und unrealistischen, bzw. im Fall des Euro inad?quat einheitlichen, Zinsniveaus, st?nde die Weltwirtschaft tats?chlich auf einer deutlich stabileren Basis. Die Zentralbanken l?sen mit ihren Zinsmanipulationen und Liquidit?ts?berflutungen eine planwirtschaftliche Verzerrung der Kapitalkosten aus. Diese f?hrt die Investoren in die Irre und verursacht Verwerfungen, die der Markt zu korrigieren sucht. So verursachte die US-Federal Reserve allein in den letzten 10 Jahren mit exzessiv tiefen Zinsen zwei k?nstliche Booms, jeweils gefolgt von einer wirtschaftlichen Krise. Doch auch nach Platzen der New-Economy- und Immobilien-Blasen lebt der geldpolitische Aberglaube weiter.
Die Notenbanken nehmen seit je eine Jekyll und Hyde-Rolle wahr: Sie sollen die Feuer l?schen, die sie zuvor erst anz?ndeten. Deficit-Spending und billiges Geld sollen nun auch Vollbesch?ftigung bringen. Dies, obwohl diese Mittel noch nie in der Lage waren, die erhofften Wirkungen zu erzielen. Liberale ?konomen wie Ludwig von Mises, Friedrich August von Hayek oder Wilhelm R?pke wiesen schon fr?h darauf hin, dass das Wunder der Wohlstandsmehrung aus dem Nichts der Papiergeldvermehrung eine gef?hrliche Illusion darstelle. Steine werden durch Kreditexpansion nicht zu Brot, wie Keynes einmal versprach. Zunehmende W?hrungsspannungen, die weitere Verzerrung von Risiko und Rendite auf den M?rkten, das Hervorrufen einer neuen Blase bei Verm?genswerten und Rohstoffen, eine Umverteilung zugunsten der (staatlichen) Schuldner auf Rechnung der Sparer durch Inflation: Die Gefahren der weiterhin expansiven Geldpolitik und der enormen Bilanzausweitung der Zentralbanken, auch der Schweizerischen Nationalbank, k?nnen nicht mehr vertuscht werden. Dass ausgerechnet die Zentralbanken nun die Regulierungshoheit ?ber die Finanzm?rkte an sich ziehen wollen, muss als bittere Ironie gewertet werden. Das Nachdenken ?ber eine ges?ndere Geldordnung wird so jedenfalls nicht vermieden werden k?nnen. |